Ok, krass!

Lichtblick für Homosexuelle im Sudan: Abschaffung der Todesstrafe!

Eine kurze geschichtliche Einordnung: Als Marsha P. Johnson bei der Razzia 1969 im Stonewall Inn gegen die New Yorker Polizei für ihre Freiheit und Gleichheit eintrat und die Stonewall-Aufstände begannen, war Homosexualität in über 100 Ländern weltweit unter hohe Strafen gestellt, darunter Freiheitsentzug oder die Todesstrafe. Noch heute, im Jahre 2020, steht in 14 Ländern weltweit die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen. Ein Lichtblick: der Sudan gehört nicht mehr dazu! Was genau hat sich im sudanesischen Gesetz geändert? Das klären wir jetzt – in „Busenfreundin – das Magazin!”

Noch im März 2020 erschien das Land auf dem Gay Travel Index unter den gefährlichsten Ländern für LGBTIQ+-Reisende. Nun, am 9. Juli 2020, wurde die scharfe Gesetzgebung hinsichtlich Homosexualität endlich etwas gelockert. Anstatt der Todesstrafe sind nun bis zu sieben Jahre Gefängnis das Strafmaß.

Sodomie, wozu homosexuelle Handlungen nach sudanesischem Recht zählen, wurde bisher folgendermaßen geahndet: Das Strafmaß für das erste Vergehen waren 100 Peitschenhiebe, die der oder die Verurteilte dann ertragen muss. Dieselbe Anzahl an Hieben wurde bei der zweiten Verurteilung veranschlagt.
Bei der dritten Verurteilung wegen ausgelebter Homosexualität folgte die Todesstrafe.

Die seit Dezember 2018 anhaltenden Proteste sudanesischer Frauen trugen zu den aktuellen Änderungen ebenso maßgeblich bei wie der Sturz des über 30 Jahre regierenden Präsidenten Omar al-Bashir im April 2019.

Mit der Gesetzesänderung wurden sowohl die körperliche Bestrafung als auch der Tod als Strafmaß gestrichen. Stattdessen werden für homosexuelle Handlungen jetzt bis zu sieben Jahre Freiheitsentzug verhangen, berichtet die Non Government Organisation Bedayaa. Die NGO setzt sich für LGBTIQ+-Rechte ein und macht ihrem Namen damit alle Ehre: “Bedayaa” ist arabisch und bedeutet “Anfang”.

Die Änderung in Artikel 148 des sudanesischen Gesetzes ist ein Schritt in die richtige Richtung. Strafbar bleibt gleichgeschlechtliche Sexualität damit allerdings noch immer.

Wisst ihr von weiteren Fortschritten, die momentan in für die LGBTIQ+-Community gefährlichen Ländern gemacht werden? Schreibt sie uns in die Kommentare!


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Autorin: Debbie

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