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Asexualität: “Sobald es losgeht, macht mein Kopf zu”

In der aktuellsten Folge „Busenfreundin – der Podcast“ geht es um Asexualität. Die 20-jährige Busenfreundin-Hörerin Jannina vom Bodensee stellte sich als Gesprächspartnerin zur Verfügung. In der neuen Episode erzählte sie uns aus dem Leben eines Menschen, der keine sexuelle Anziehung gegenüber anderen Menschen verspürt.

Asexualität – was ist das genau?

Laut offiziellen Angaben definiert sich rund ein Prozent der Weltbevölkerung als asexuell. Die Dunkelziffer scheint deutlich höher zu sein. Busenfreundin-Hörerin Jannina ist eine von etwa 70 Millionen Menschen, die keine Lust empfinden.  „Asexualität hat ein Spektrum“ macht Jannina in der 94.  Podcastepisode deutlich. Bei dieser Form der Sexualität handelt es sich zwar grundsätzlich um das Fehlen von sexuellem Interesse, dennoch gebe es, so Jannina, nicht nur „schwarz“ und „weiß“.

Asexualität schließt sexuelle Interaktionen nicht grundsätzlich aus. Bei asexuellen Menschen lässt sich das Verhältnis zu Sex unterscheiden zwischen „sex-positiv“, „sex-neutral“ sowie „sex-negativ“. Somit gibt es  durchaus Menschen, die trotz ihrer Asexualität Sex haben und jene, die Sex per se ausschließen.

Asexuell bedeutet nicht aromantisch

Ebenso schließt Asexualität romantische Beziehungen oder Gefühle nicht aus. Jannina führt seit über zwei Jahren eine Beziehung mit einem heterosexuellen Mann, der sich selber nicht als asexuell bezeichnet. Nach anfänglichen Versuchen, intim miteinander zu werden, ist für Jannina allerdings klar – kein sexueller Kontakt. „Mein Kopf schaltet aus, sobald mir jemand in den ‚unteren Bereich‘ fasst“, sagt Jannina, und ergänzt: „Ich finde es eklig“.

Rund sechs Monate nach ihrem Kennenlernen, erzählte Jannina ihrem Partner von ihrer nichtvorhandenen Sexualität. „Zuerst dachte ich, ich sei einfach nur demisexuell (Anm. der Red.: „Demisexualität“ beschreibt eine Sexualität, bei der Menschen nur sexuellen Kontakt mit Menschen haben, zu denen sie eine starke emotionale Verbindung haben). Mit der Zeit stellte sie allerdings fest, dass auch nach Monaten keine Lustgefühle ihrem Partner gegenüber aufkamen. Heute umfasst ihre Beziehung zwar körperliche Nähe wie Kuscheln und Küssen, alles andere erfolge aber auf einer rein platonischen Basis.

Um ihren Freund nicht zu verlieren, bot Jannina ihm bereits an, eine offene Beziehung zu führen. „Mir ist bewusst, dass ich anders bin und mein Freund Bedürfnisse hat“, so Jannina.

Freunde versuchen es zu verstehen

Freunde und Bekannte verstehen ihre Situation nur bedingt. Einem Kumpel erzählte Jannina nach anderthalb Jahren Beziehung, dass sie immernoch Jungfrau sei. „Meine Freunde können es nur schwer nachvollziehen“, sagt Jannina. Darum möchte sie aufklären. Auch in „Busenfreundin – der Podcast“ erzählt sie ausführlich über ihre Erfahrungen, die sie in den letzten Jahren als asexuelle Frau machte. “Ich habe mein Glück in anderen Bereichen meines Lebens gefunden. Mir machen andere Sachen Spaß“, sagt Jannina und macht deutlich, dass ihr zwar die Libido, aber gewiss nicht die Lebensfreude fehlt.

Den ausführlichen Talk mit Jannina zum Thema Asexualität findet ihr hier:

Heute begrüsst Ricarda im Podcast Jannina. Die Busenfreundin-Hörerin hatte Ricarda geschrieben, um über ihre Asexualität zu berichten. Rund 1% der Weltbevölkerung definiert sich selber als “asexuell”. Was solch eine Sexualität für Auswirkungen auf das gesamte Leben mitsichbringt – heute in dieser Episode!

Wie geht ihr denn mit dem Thema Asexualität um? Schreibt uns gerne eure Meinung zum Beitrag und / oder eure Erlebnisse in die Kommentare!


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