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Ok, krass!

Clubhouse: Chance für den queeren Diskurs?

Man kommt in diesen Tagen nicht an ihr vorbei. An dieser App, die wie eine Mischung aus Sprachnachrichten und Podcasts scheint – nur in Live. Doch was genau hat es mit dieser App namens „Clubhouse” auf sich? Und: Birgt sie Chancen für einen konstruktiven Austausch innerhalb der queeren Community? Das klären wir jetzt: in „Busenfreundin – das Magazin”!

„Clubhouse“ heißt die App, die gerade einen Internet-Hype auslöst. Aber von vorne: „Clubhouse“ ist ein exklusives Audio-Netzwerk,  in dem User:innen anstatt Bilder, Videos oder Textnachrichten zu teilen, echte Gespräche miteinander führen.  Nutzer:innen können virtuelle Räume eröffnen, um sich auditiv über ein bestimmtes Thema auszutauschen oder diesem nur zuzuhören. Gegründet  wurde „Clubhouse” von Paul Davison und Rohan Seth, die ihre Alpha Exploration Co. im Silicon Valley angesiedelt haben.

Der Hype, den die App seit geraumer Zeit verzeichnet, ist nicht zuletzt auf die Marketing-Strategie der „künstlichen Verknappung“ zurückzuführen, mit der die Macher einen virtuellen Türsteher etabliert haben. Aktuell sind nur Nutzer:innen eines iPhones berechtigt, auf die App „Clubhouse“ zuzugreifen – die App wird bislang nur für iOS angeboten. Dies soll sich laut der Entwickler aber künftig ändern. Dann sollen auch Android-Nutzer:innen auf die App zugreifen können und nicht länger auf Einladungen angewiesen sein. Der Verzicht auf Einladungen könnte auch der viel diskutierten mangelnden Diversität entgegenwirken.

Mehr Interaktion innerhalb LGBTIQ-Community?

Die Möglichkeit, offene Räume und somit Gesprächsrunden zu eröffnen, sowie das Live-Gefühl zu haben, ist sehr attraktiv. Bereits jetzt gründen sich Räume, die explizit das Thema „LGBTIQ“ angehen und denen die Followerschaft entspannt lauschen kann.

In meinen Augen (und in diesem konkreten Fall auch Ohren) bietet „Clubhouse” perspektivisch große Chancen für die queere Community. Auf der einen Seite besteht die Möglichkeit in Zeiten der Pandemie einen Hauch von „Event“ zu verspüren. Auf der anderen Seite können sich Interessierte bei Diskussionen zu ihrem Herzensthema austauschen. Diskriminierung und Hate-Speech werden laut Community-Richtlinien durch die Aufzeichnung der Diskussionen entgegengewirkt. Für sensible Themen sollte man „Clubhouse” demnach vielleicht nicht nutzen.

Schon bei der Anmeldung innerhalb der App können User:innen persönliche Interessensgebiete markieren. So gibt es explizit einen Button „LGBTIQ“, um andere Mitglieder der Community zu finden. Weitere Interessensfelder sind, neben geopolitischen Themen und Klimadiskussionen, genauso Unternehmertum und Marketing, wie Dating oder Psychologie. Auch die Buttons „BIPOC“ oder „disabled“, zu denen man sich in Form von Audio-Streams austauschen kann, sind wählbar.

Busenfreundin bei Clubhouse

Auch wir probieren den neuen Audio-Kanal aus, um mit euch in Interaktion zu treten. Ihr findet mich unter „Re_car_duh“ bei „Clubhouse”. Heute um 18:00 Uhr lauschen wir einer Diskussion zum Thema LGBTIQ+ und Corona. Kommt also gerne vorbei! Weitere Infos findet ihr auf joinclubhouse.com


Habt ihr schon von der App gehört? Wie denkt ihr drüber? Würdet ihr selbst LGBT-Themen bei „Clubhouse” verfolgen? Schreibt uns gerne in die Kommentare!


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