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„Coming-out”: Sebastian Goddemeiers neues Buch macht Mut

Autorin: Patricia Bauer

Einigen queeren Menschen fällt das Coming-out leicht, für viele andere ist es eine Herausforderung. Geschichten und Vorbilder können beim Coming-out hilfreich sein. Das weiß auch Journalist und Autor Sebastian Goddemeier: In seinem neuen Buch „Coming-out” porträtiert er 18 queere Persönlichkeiten – unter anderem Melina Sophie, Nicolas Puschmann und Kevin Kühnert. Wer noch dabei ist und warum ein solches Buch wichtig ist? Das klären wir in „Busenfreundin – das Magazin”!

Sebastian Goddemeier wuchs in der Nähe von Münster auf und begann früh mit dem Schreiben: Bereits als Teenager schrieb er für die Westfälischen Nachrichten. Während seines Journalismus-Studiums tingelte er durch die Berliner Clubs und entdeckte seine Sexualität – er lebt offen schwul.

Heute schreibt Goddemeier für die Online-Plattform Vice, den Spiegel und den Tagesspiegel. Mit „Coming-out” wagt er sein Debüt als Buchautor.

18 queere Vorbilder

Die 18 Menschen, die Goddemeier in „Coming-out” porträtiert, sind lesbisch, schwul, bisexuell und trans. Dabei sind: Melina Sophie, Dominik Djialeu, Drangsal, Ralf König, Bambi Mercury, Aquamarin, David Lovric, Jan Zimmermann, Benjamin Patch, Jolina Mennen, Kevin Kühnert, Matt Stoffers, Marcus Urban, Michael Michalsky, Axel Ranisch, Fabi Wndrlnd, Katharina Oguntoye und Nicolas Puschmann.

Jede:r von ihnen wurde von Sebastian Goddemeier zu seinem:ihrem Coming-out interviewt. Wann und wie haben sie gemerkt, dass sie von der hetero cis Norm abweichen? Wie lief ihr Outing ab? Was waren die Reaktionen und was hat sich danach verändert?

Neben privaten Einblicken in die Gefühlwelt der Porträtierten erleben die Leser:innen die persönliche Entwicklung hautnah mit. Das schafft Nähe und Identifikation.

Identifikationsfiguren sind wichtig

Ressentiments, Beleidigungen und Ablehnung stehen für viele queere Menschen noch immer an der Tagesordnung. Wer den Weg des Coming-outs noch vor sich hat, kann von Vorbildern und Identifikationsfiguren profitieren. Zu sehen, wie andere in einer ähnlichen Situation gehandelt haben und trotz aller Widerstände gewachsen sind, macht Mut. Die Sichtbarkeit von LGBTIQ+ in den Medien – und in Büchern – ist wichtig, um einen ausgewogenen Querschnitt der Gesellschaft abzubilden und queere Themen zu normalisieren.

„Hätte ich queere Vorbilder gehabt, wäre mir die Auseinandersetzung mit meiner Sexualität und meiner Identität sicher leichter gefallen. Vor allem wenn das Thema Homosexualität im Mainstream sichtbarer gewesen wäre.”

Sebastian Goddemeier im Vorwort von „Coming-out”

„Coming-out” ist ein Buch voller Erfahrungen, Kraft und Hoffnung. Die Einzelporträts leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs und der Normalisierung von LGBTIQ+.

Das Buch ist 224 Seiten stark, im Riva-Verlag erschienen und seit dem 23. Februar 2021 im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-7423-1655-4).


Werdet ihr „Coming-out” lesen? Wessen Geschichte interesssiert euch am meisten? Verratet es uns in den Kommentaren!


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