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Dating-Apps im Check: Teil 1 “OkCupid”

Es ist Sommer und immer noch herrschen in vielen Teilen Deutschlands Kontaktbeschränkungen. Die Corona-Fälle sind zurückgegangen, aber es gilt immer noch größte Vorsicht. Und wie soll man jetzt jemanden kennen lernen, wenn man nicht mehr in die Disco oder eine überfüllte Bar kann? Natürlich online. Das Angebot der Dating-Apps geht mittlerweile weit über Tinder hinaus – und es wächst weiter. Aber auf welche App soll man bei der Auswahl dann am besten zurückgreifen? Das klären wir jetzt in „Busenfreundin – das Magazin“.

OkCupid ist wahrscheinlich nicht so bekannt wie zum Beispiel Tinder. Die amerikanische Dating-App gewinnt zurzeit aber auch außerhalb der USA immer mehr Zuwachs. Sie stellt jährlich ca. 91 Millionen Connections her und war die erste kostenlose Dating-Seite in 2004. Wir stellen euch OkCupid vor und verraten euch, was wir an der App mögen und was nicht.

Dein OKCupid Profil

Die Biographie ist nicht nur ein von dir verfasster kurzer Text. Du kannst auch eine Menge an Fragen beantworten und sogar Fotos anhängen. Das geht von „Meine schönste Reise“ bis hin zu „Deswegen esse ich kein Fleisch“.
Außerdem kannst du schon zu Beginn deines Profils allerhand Merkmale zu dir aussuchen. Zum Beispiel deine Sexualität, dein Geschlecht, deine Pronomen, ob du rauchst oder trinkst, deine politische Einstellung und und und.
OkCupid ist Vorreiter, wenn es um Sexualität und Gender geht. Du kannst aus 20 Sexualitäten und aus 21 Gendern wählen. Zusätzlich kannst du einstellen, ob du heterosexuelle Menschen sehen oder von ihnen gesehen werden möchtest. Auch deinen Beziehungsstatus kannst du angeben. OkCupid kann auch dazu genutzt werden, Freunde zu finden.

Dein perfektes Match

Dann kannst du alles Mögliche für deine ideale Person einstellen. Alle Angaben, die du über dich machen kannst, kannst du auch als Auswahlkriterien für dein perfektes Match nutzen. So kannst du angeben, nach welchem Geschlecht du suchst, wie groß die Person sein soll, welche Sprachen sie spricht und vieles mehr.

Hast du das alles eigestellt, kannst du auf verschiedene Weise Matches finden. Zum einen gibt es den Reiter „DoubleTake“. Dort werden dir Leute vorgestellt, die am besten zu dir passen. Du kannst aber dort auch zwischen verschiedenen Kategorien wechseln. Diese sind unter anderem „New People“, „Online“ und „Nearby“.
Du kannst dir die Profile dann ganz entspannt durchlesen und direkt manche Sachen kommentieren. Es wird wie auf Tinder nach links oder rechts geswipet. 

Diese besonderen Features gibt es außerdem:

Kommentiere Fotos

Bei OkCupid kann man Nachrichten direkt zu Fotos schreiben. So umgeht man dieses umständliche „Wer ist denn der Hund auf dem zweiten Bild? Das, wo du dieses rote Kleid trägst. Mit dem wuscheligen Hund. Ist das deiner?“

Antworten kommentieren

Man kann jede Antwort, die man in seiner Biographie gegeben hat, bei anderen kommentieren. Du willst Leute nicht einfach nur mit einem unangenehmen „Hey wie geht’s? :)“ anschreiben? Dann kommentiere doch einfach mal unter den Zielen der Person oder die letzte Show, die sie gebinget hat. „The L-Word? Schon wieder? Ich auch! Bette geht gar nicht, oder?“

Fragen

Es gibt noch einen weiteren Katalog an Fragen, die man mit mindestens „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Man kann seine Antwort bei Bedarf immer noch in einem kurzen Text erklären. 
So rechnet OkCupid aus, zu wie viel Prozent eure Ansichten kompatibel sind. Dazu kann man noch angeben wie wichtig manche Antworten für dich sind. „Dass die Person kein Fleisch ist? Ist mir super wichtig. Dass sie an Sternzeichen glaubt? Ist mir eigentlich egal.“

www.okcupid.com

Das gefällt uns besonders gut:

Bei OkCupid kannst du allerlei über dich freigeben – musst du aber auch nicht! Du kannst den Profilen trotzdem genug entnehmen, um jemanden zu finden, der zumindest deinen Grundansprüchen genügt. Du bist zum Beispiel strenger Nichtraucher und möchtest niemanden daten, der raucht? Kein Problem. Die meisten Profile verraten dir, wer raucht. Oder du gibst direkt an, dass deine ideale Person nicht rauchen soll.

Durch die Möglichkeit, so ziemlich jede Aussage zu kommentieren, wird ziemlich schnell das Eis gebrochen. Man findet sofort Gemeinsamkeiten und hat schnell ein Thema, über das man sprechen kann.

Man kann genau angeben, was man sucht. So kann man die App nutzen, um auch einfach Freunde zu finden. Oder aber auch gezielt One-Night-Stands. Kein Drumrumreden mehr.

Das gefällt uns nicht so gut:

All die Fragen und Informationen, die man beantworten und angeben kann, sind ziemlich viel. Vor allem zu Beginn kann man schnell mal den Überblick verlieren. Oder man ist genervt, weil man so viel ausfüllen muss. Andersherum ist es dann wieder ärgerlich, wenn andere Nutzer nichts ausfüllen und nur einen Satz über sich schreiben. Der am besten nichts aussagt.

OkCupid ist vor allem in kleineren Städten einfach noch nicht verbreitet. Das Klientel ist zwar in der Regel anders und angenehmer als bei Tinder, aber auch viel schmaler aufgestellt. Während man in Großstädten eine große Auswahl hat, hat man in kleinen Städten Glück, wenn man überhaupt wen findet. 

Die App gibt es momentan nur auf Englisch. Man kann natürlich seine eigenen Angaben auf Deutsch schreiben, aber die Fragestellungen in anderer Sprache können für manche leider eine Hürde darstellen.

Photo by Markus Winkler on Unsplash


Habt ihr schon Erfahrungen mit OkCupid gemacht? Was haltet ihr von dieser App? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


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Sanja-Marie Schiffer Busenfreundin das Magazin
Autorin: Sanja

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