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Ok, krass!

Jahresrückblick: Das waren die Bad News 2020!

Das Jahr 2020 verlangte uns viel ab: Pandemie, Rassismus, Polizeigewalt und viele weitere Bad News dominierten die letzten zwölf Monate und ließen uns oft fassungslos zurück. Momente, in denen die LGBTIQ-Welt für einen Augenblick stillzustehen schien, lest ihr hier – in „Busenfreundin – der Jahresrückblick 2020″!

Der Tod von Naya Rivera

Sie war eine Inspiration für Tausende von Frauen: In ihrer Rolle als Santana Lopez verkörperte sie in der Serie Glee eine lesbische Jugendliche und wurde so zum Vorbild für Mädchen und Frauen, die sich bis dahin noch nicht geoutet hatten.

Am 14. Juli wurde die Sängerin und Schauspielerin Naya Rivera nach 6 Tagen intensiver Suche tot aus dem See Piru in Kalifornien geborgen. Sie wurde nur 33 Jahre alt und hinterließ einen Sohn. Ihr Tod hinterlässt eine Lücke, die noch lange schmerzlich zu spüren sein wird!

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Das Buch über den Ausstieg aus der Homosexualität

Im Herbst veröffentlichte Teresa Frei ein Buch über ihren Ausstieg aus der Homosexualität. Sie habe sich dazu entschieden (!), wieder hetero zu sein – ohnehin sind homosexuelle Beziehungen laut Frei nur möglich, wenn man Missbrauch erlebt hat. Durch ihre Hinwendung zu Gott erfuhr sie letztlich Heilung.

Damit sendet sie die absolut falschen Signale und macht Homosexualität zu etwas, das man sich so beliebig aussuchen und wechseln kann wie seine Bettwäsche – man müsse nur zu Gott finden … Eine gefährliche Meldung!

Der Freitod von Sarah Hegazi

Zu den traurigsten Nachrichten des Jahres gehört in jedem Fall auch der Freitod der Ägypterin Sarah Hegazi. Die 30-jährige schwang 2017 auf einem Konzert eine Regenbogenflagge, woraufhin sie verhaftet und während ihrer bis 2018 andauernden Inhaftierung gefoltert wurde.

Die erlittenen Misshandlungen konnte sie nie verarbeiten, weshalb sich die LGBT-Aktivistin letztlich im Exil in Kanada das Leben nahm.

LGBT-freie Zonen in Polen

Unser Nachbarland Polen machte dieses Jahr von sich reden, indem es im ganzen Land LGBT-freie Zonen einführte, um „queere Ideologien” aufzulösen. Durch den nationalkonservativen Präsidenten Andrzej Duda verschärft sich die Lage seitdem.

Auch machte der Bierhersteller Tyskie auf sich aufmerksam, der unter Verdacht stand, mit homophoben Brauereien zusammenzuarbeiten. Tyskie dementierte das in einem Statement an unsere Hörer:innen.

Ansteigende Gewalt gegen homosexuelle Frauen

Bereits im Frühling berichtete Sabine Beck, Projektleiterin des Berliner Vereins L-Support e. V., von einem Anstieg der Gewalt gegen homosexuelle Frauen. Seit 2015 häufen sich die Fälle und Meldungen darüber – die Dunkelziffer soll laut Beck aber noch höher sein.

Eine wirklich traurige Meldung für das Jahr 2020!

Diskriminierung im Alltag und Beruf

Zuletzt möchten wir noch kurz eine Lanze brechen für Themen, die zum Alltag gehören, es aber nicht sollten. 30 % der Homosexuellen fühlen sich in ihrem Berufsleben diskriminiert und verschweigen ihre Sexualität – bei Trans:menschen sind es sogar 40 %.

Unabhängig von dem beruflichen Umfeld leben laut der Studie „A long way to go for LGBTI equality” von insgesamt144.000 Befragten ab 15 Jahren 43 % in Deutschland ihre Sexualität nicht offen aus. 61 % gaben an, in der Öffentlichkeit nicht die Hand ihre:r Partner:in zu halten. 36 % wurden in den letzten zwölf Monaten wegen ihrer Sexualität belästigt, 13 % sogar körperlich oder sexuell angegriffen.

Wenngleich – oder gerade WEIL – die Thematik nicht neu ist, verdient sie einen Platz in unserem „Badest Of”.


Welche News fandet ihr im Jahr 2020 erschütternd? Wie geht ihr damit um? Schreibt uns einen Kommentar!


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