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Ok, krass!

Leck mich … aber nur mit Lecktuch!

Wenn es um Safer Sex geht, denken die meisten zuerst an Kondome und nicht daran, dass Verhütung auch beim Oralsex mit einer Frau sinnvoll ist. Dabei kommen Lecktücher ins Spiel. Benutzt ihr welche? Nein? Ob ihr das tun solltet und wie ihr an die Dinger kommt, klären wir jetzt in „Busenfreundin – das Magazin”!

1. Die harten Fakten

Zwar könnt ihr beim Oralsex nicht schwanger werden. Ihr könnt euch aber durchaus mit Krankheiten anstecken – und das hat noch nie jemandem gefallen. Um das  zu verhindern, gibt es Lecktücher. Diese sind auch bekannt als „Dental Dams” oder „Oral Dams”. Lecktücher sind in der Regel 15 bis 25 cm groß, fühlen sich an wie Kondome und sind einzeln verpackt. Auch gibt es latexfreie Versionen – sehr allergikerfreundlich. 

Relevant sind sie für alle, die sich sich beim Oralsex schützen wollen – zum Beispiel bei One Night Stands oder wechselnden Sexualbeziehungen.

2. Noch nie davon gehört?

Lecktücher sind lange nicht so bekannt wie Kondome oder andere Verhütungsmittel. Das liegt daran, dass sehr wenig Aufklärung darüber betrieben wird, dass auch beim Oralsex Krankheiten übertragbar sind. Das ist vor allem deshalb verwunderlich, weil Oralverkehr auch in heterosexuellen Konstellationen Gang und Gebe ist – und diesen Markt will noch niemand erschlossen haben?

Neben der fehlenden Aufklärung gibt es auch so gut wie keine Werbung für Lecktücher – oder habt ihr schon mal entsprechende Plakatwände gesehen?

3. So geht’s in der Theorie …

Indem ihr das Lecktuch über den Intimbereich der Person legt, die ihr Oral befriedigen wollt, verhindert ihr die Aufnahme von Scheidenflüssigkeit oder sogar Menstruationsblut. Dafür ist es wichtig, ein Tuch

  • nur einmal,
  • nur von einer Seite und
  • an nur einer Körperstelle zu verwenden.

Wenn ihr in Action seid, müsst ihr das Tuch gut festhalten, damit es nicht verrutscht.

Zugegeben, der Auflege-Move hat etwas von Frischhaltefolie, mit der man ein Stück Fleisch einpackt, doch Gesundheit kennt bekanntermaßen keine Ästhetik.

4. … und in der Praxis

In der Praxis ist das Lecktuch genauso unsexy wie sein Name und wird im Eifer des Gefechts eher selten genutzt. 

Das liegt vor allem an seiner unpraktischen Handhabung. Stellt euch vor, ihr habt eine 12/10 kennengelernt und es geht heiß zur Sache. Sie legt sich erwartungsvoll auf den Rücken und ihr flüstert ihr mit heiserer Stimme ins Ohr: „Hast du ein Lecktuch dabei?”.  

Hat sie tatsächlich eins zur Hand, reißt ihr die Packung sexy mit den Zähnen auf und breitet den Stadtplan über ihr aus. Und leckt dann auf einem Stück Plastik herum, dass mit beiden Händen an Ort und Stelle zu halten ist. Man schmeckt nichts, man spürt nichts und weißt nicht einmal genau, ob man an der richtigen Stelle leckt.

5. Mach’s dir selbst

Entscheidet ihr euch trotz aller Widrigkeiten für die Nutzung eines Lecktuchs, stellt ihr sicher schnell fest, dass es schwerer zu bekommen ist als ein Kondom – in der Drogerie, an der Tankstelle oder an einem Automaten werdet ihr eher nicht fündig. Stattdessen müsst ihr in eine Apotheke, wo euer Gegenüber mit etwas Glück keinen Schimmer hat, was ihr von ihm/ihr wollt. 

Eine Alternative: Ihr könnt ein Kondom der Länge nach aufschneiden und dieses dann als Lecktuch nutzen. Sexier wird die Anwendung dadurch aber auch nicht unbedingt. 


Habt ihr schon einmal Lecktücher benutzt? Warum nicht? Erzählt uns in den Kommentaren von euren Erfahrungen!


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Autorin: Patricia

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