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LOVA: Schwedens neue Pop-Queen mit queerem Musikvideo

Lust auf neue Musik? Dann solltet ihr eure Augen – und Ohren – mal nach Schweden richten. Schweden ist nicht nur die Heimat von ABBA, Kötbullar und IKEA, sondern auch von LOVA. Die 21-jährige, die am 22. Januar 2021 ihr Debütalbum „Grown-ish” veröffentlichte, feiert in ihrem neuesten Musikvideo die Liebe zwischen Frauen. Wie sie zur Musik kam, ob sie selbst zur LGBTIQ-Community gehört und was sie mit ihrer Musik bewegen will? Das lest ihr in „Busenfreundin – das Magazin”!

LOVA heißt mit bürgerlichem Namen Lova Alvilde und kam schon früh zur Musik: Im Alter von drei Jahren begann sie, mit ihrem Vater am Klavier zu sitzen. „Ich glaube, ich war sechs oder sieben, als ich meine ersten eigenen Songs schrieb”, erzählt LOVA uns im Interview.

„Positiv, fürsorglich, kreativ, ruhig, Foodie.”

LOVA auf die Frage, wie sie sich in 5 Worten beschreiben würde

Anfangs habe sie noch keine künstlerischen Ambitionen gehabt. „Als Kind war ich super schüchtern und ich habe meine Songs nur meinen Eltern vorgespielt. Ich habe nur mit dem Schreiben angefangen, weil es der einzige mir bekannte Weg war, meine Gefühle und Meinungen auszudrücken”. Erst mit elf oder zwölf sei ihr bewusst geworden, dass sie Künstlerin werden wollte.

Credits by Johanna Pettersson

LOVAs bisherige Erfolge zeigen, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hat: Ihre Musik wurde weltweit bereits über 80 Millionen mal gestreamt, YouTube Music erklärte sie 2019 zur „Artist to Watch” und das Schwedische Nationalradio nominierte sie in den Kategorien „Best New Artist” sowie „Artist of the Year”.

„Dance For The Hell Of It” – ein queeres Musikvideo

Sich selbst identifiziert LOVA nicht als LGBTIQ+: „Ich schließe keine Türen, aber bisher habe ich mich nur zu Männern hingezogen gefühlt und identifiziere mich als Frau”. Sie sieht sich aber sehr wohl als Supporterin der LGBTIQ-Community und will anderen mit ihrer Musik Mut machen.

Das zeigt sie auch im Musikvideo zu ihrer neuesten Single „Dance For The Hell Of It”: Kulisse ist ein typisch amerikanischer Highschool-Ball, auf dem eine junge Frau sich nicht traut, ihren Schwarm – eine Mitschülerin – anzusprechen und sie selbst zu sein. Ob es bei verliebten Blicken bleibt oder ob sie sich überwindet? Seht selbst:

Was LOVA zu diesem Musikvideo inspirierte? „Ich weiß nicht warum, aber für mich war es klar, dass die Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen spielen soll. Vor allem, weil ich denke, dass es so wichtig ist, dass sich jeder in der heutigen Gesellschaft repräsentiert fühlt. Und es ist ja keine Neuigkeit, dass die LGBTIQ+-Community noch immer unterrepräsentiert ist”, erklärt LOVA.

Auch in ihrer Heimat, Schweden, sei die Medienlandschaft noch lange nicht divers genug: „Bis jetzt ist da ein großer Unterschied zwischen der Darstellung von LGBTIQ+ und cis heterosexuellen Menschen”.

„Ich hoffe, dass die Leute sich mit meinen Texten identifizieren können […] und dass sie sich dadurch gestärkt und in ihren Emotionen weniger allein fühlen!”

LOVA im Interview

Das Thema sei ihr besonders wichtig, weil sie viele Fans innerhalb der Community habe, die sich gesehen, gehört und geliebt fühlen sollen. Würde eine:r ihrer Freund:innen mit seiner:ihrer Sexualität kämpfen, wäre LOVAs Rat folgender: „Ich würde sie ermutigen, sie selbst zu sein und zu lieben, wen immer sie lieben wollen. Sie sind schön und wertvoll, wie sie sind, und niemand kann ihnen das wegnehmen”. Indem man man selbst ist, könne man andere dazu inspirieren, dasselbe zu tun.

LOVA macht Musik mit Message

Neben LGBTIQ-Themen zieht LOVA Inspiration aus allem möglichen: „Ich glaube, ich lasse mich von allem inspirieren, ohne es zu wissen. Aber auch viel von meiner Kindheit, dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin und den sozialen Medien”. Ihr Ziel sei es, innerhalb der Popmusik ein transparenteres und realeres Bild zu transportieren.

„Meine Musik ist verspielter, organischer Pop mit ehrlichen und kritischen Texten über meine persönlichen Erfahrungen und öffentliche Debatten.”

LOVA im Interview

In Zeiten von Social Media spüre LOVA den Druck, immer perfekt sein zu müssen. „Ich möchte zeigen, dass es so etwas wie Perfektion nicht gibt. Ich hoffe, dass die Leute sich mit meinen Texten identifizieren können, indem ich über meine täglichen Kämpfe singe, und dass sie sich dadurch gestärkt und in ihren Emotionen weniger allein fühlen”.

Eine großartige Message, die sich durch sämtliche Songs ihres Debütalbums „Grown-ish” zieht. Darin beschreibt LOVA mit ehrlichen Texten und eingängigen Hooks ihre eigene Reise des Erwachsenwerdens. „Ich habe mich gefragt: Was machen die Leute durch? Ich wollte, dass es ein Tagebuch ist und sehr persönlich”.

Credits by Jonathan Perlmann

Unsere Meinung? Hört unbedingt mal rein! Wenn euch gefällt, was ihr hört: Sobald es in Corona-Zeiten wieder möglich ist, will LOVA nach Deutschland kommen, um hier Konzerte zu spielen!

Hier gehts zu LOVA’s Instagram.


Wie gefällt euch LOVAs Musik? Welche neuen Künstler:innen könnt ihr empfehlen? Verratet es uns in den Kommentaren!


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Patricia-Busenfreundin-das-Magazin
Autorin: Patricia

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