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Ok, krass!

Queere Pioniere: Das sind die größten Mode-Ikonen der LGBTIQ-Szene

Autorin: Simone Bauer

Wahre Mode-Ikonen tragen nicht nur coole Styles, sondern haben etwas ganz Neues gewagt und die Mode revolutioniert. Da Mode auch in der queeren Community einen hohen Stellenwert hat, stellten wir uns die Frage, welche Stars die größten queeren Mode-Ikonen sind. Wer es in unsere Top-7 geschafft hat? Das lest ihr in „Busenfreundin – das Magazin”!

Das Wort „Ikone“ kommt aus dem christlichen Umfeld – mittlerweile kennen wir es aber eher im popkulturellen Zusammenhang. Diese sieben Mode-Vorbilder sind nicht nur in der queeren Welt echte Pioniere:

7. David Bowie

Der 1947 geborene Musiker David Bowie beeinflusste die erfolgreichsten Modelabels der Welt: Zum Beispiel packte vor sechs Jahren der Modedesigner Alessandro Michele von Gucci seine Männermodels in Anzüge mit Blumenmuster – eine Genderchallenge, die ohne Bowie nicht denkbar gewesen wäre.

Bowie revolutionierte nicht nur die Musik, sondern auch die Mode. Er wurde bekannt als der „Thin White Duke”, der in allem eine gute Figur machte – auch und vor allem in sogenannten „Frauenschnitten“. Kein Wunder, nutzte er doch sein Aussehen, um auf neue Ären seiner künstlerischen Arbeit hinzuweisen.

An seiner Seite waren Freddie Mercury, Elton John und Prince. Sie alle liebten die Mode und zeigten, wie gut man sich mit Mode ausdrücken kann – und dass Mode kein Geschlecht kennt.

6. RuPaul

Die amerikanische Drag-Queen RuPaul trat erstmals 1990 in der breiten Öffentlichkeit in Erscheinung. Dank einiger Musikalben, verschiedensten Gast- und Schauspielrollen sowie der Fernsehsendung „RuPaul’s Drag Race“ (seit 2008) half RuPaul Charles dabei, Drag im Mainstream populär zu machen.

Inzwischen tauchen Drag-Queens in der Werbung auf und zieren Produkte wie Make-up-Schachteln – leider nicht für alle so selbstverständlich, wie es klingt. Drag ist zwar „as old as time“, doch in konservativen Kreisen noch immer verrufen. Schon erstaunlich, dass etwas, was an Karneval als normal gilt, bei Hilde und Heinz im Alltag bitter aufstößt, oder?!

Credits by VH1/Promo Photo

5. Jil Sander

Es gibt viele wichtige Männer in der Mode: Zum Beispiel Yves Saint Laurent, der als Erster mit PoC’s auf dem französischen Laufsteg arbeitete und „Le Smoking“ (einen Anzuglook für Frauen) entwarf. Oder Gianni Versace, der für leuchtende Farben und viele Muster stand, und Calvin Klein, dem viele Busenfreundinnen ihre geilen Unterhöschen zu verdanken haben.

Und dann wäre da in der männer-dominerten Modewelt noch die Hamburger Busenfreundin Jil Sander. Sie erschuf 1976 den „Zwiebellook“, den wir Queers alle gut kennen, wenn wir mit den Bulli Campen fahren. Jil Sander ist selbst lesbisch und wurde für ihre minimalistische Mode bekannt, die man heutzutage fast vermisst.

4. Jean Paul Gaultier

Gäbe es ohne ihn überhaupt Shirts mit schmalen, blauen Querstreifen in der Mode? Er etablierte den Matrosenlook, bevor irgendjemand „maritim“ aussprechen konnte. Einst von Coco Chanel salonfähig gemacht, machte der männerliebende Designer ihr schwarz-weißes Streifenshirt zu seinem Markenzeichen.

Gaultier zeigt seine Mode seit Ende der Siebziger Jahre. In den Nuller Jahren gehörte zu seinen Marken auch eine Unisexlinie. Er war früh als „Enfant terrible“ der Modeszene verrufen, weil er sich nicht an das Pariser Regelwerk hielt – seine Models waren zum Beispiel tätowiert oder Plus-Size. Was damals alles als Aufschrei galt, ist heute gelebte Diversity.

3. Madonna

Jean Paul Gaultier, unser Platz 4 der queeren Mode-Ikonen, kleidete einst eine starke Frau in kegelförmige BHs: Madonna. Die Queen of Pop ist der Mustertyp eines Allys. Niemandem nimmt man die Verbundenheit zur LGBTIQ+-Community so sehr ab wie ihr. Denn als sie in den Achtzigern durch New York City tanzte und hart an ihrer Karriere arbeitete, tat sie dies in Schwulenclubs.

Verschiedenste Preise der Community ehren die Musikerin, die eng mit dem schwulen Maler Keith Haring befreundet war. Zahlreiche ihrer Songs können queer gelesen werden. Während ihrer Karriere prägte sie unterschiedlichste Modetrends: So ist zum Beispiel ihr altes, bauchfreies Top jetzt als „Croptop” bekannt und populär wie nie. Außerdem brachte Madonna „Fetish Fashion” zu MTV. Ebenfalls unvergessen: Madonnas legendäre Küsse mit Britney Spears und Christina Aguilera. Zuletzt läutete sie das New Yorker Pridewochenende mit einem speziell gedrehten Video am Times Square ein. It’s a celebration!

2. Marlene Dietrich

Eine, die Madonna auf ihrem Album „Rebel Heart“ geehrt hat, ist Marlene Dietrich. Im Grunde orientiert sich jede Frau im schicken Anzug an dem „Blonden Gift“: Im Sommer 1932 begann die Dietrich, Männerkleidung in der Öffentlichkeit zu tragen – aus Bequemlichkeit. Auch ihrer Tochter ließ sie solche Anzüge fertigen, um sich freier fühlen zu können.

Der Schauspielerin, die Frauen durchaus nicht abgeneigt war, verdanken wir also die zeitlose „Marlenehose” und die Freiheit „Männerkleidung” mit Weiblichkeit füllen zu können. Und viele schöne Bilder im Kopf …

Courtesy Deutsche Kinemathek – Marlene Dietrich Collection Berlin

1. K. D. Lang

Kurzes Haar trägt Frau erst seit den Zwanziger Jahren – manchmal war das ein schlicht feministisches Statement, wie beispielsweise bei den britischen Suffragetten. Durch die Butch/Femme-Kultur etablierte sich der Look aber bald als Markenzeichen für frauenliebende Frauen. Die Butches sind demnach derbe maskulin, die dazugehörigen Femmes überweiblich. Dieses Kokettieren mit vermeintlichen Geschlechterrollen unterscheidet sie auch von Tomboys und Lipstick Lesbians, weil sie das Spiel auf die Spitze trieben.

Perfektioniert wurde das vor allem in den geheimen Lesbenclubs im New York City der Zwanziger und Dreißiger. In den Siebzigern kam es zur Flaute, angeheizt durch neue Strömungen im Feminismus und dem hippieesken Gedanken, sich nichts und niemandem zuzuordnen. In den Achtzigern kehrten die Vollblutbutches aber zurück – so zum Beispiel K.D. Lang. Die Musikerin präsentierte sich 1993 auf einem Zeitschriften-Cover mit Cindy Crawford, wie das Supermodel sie „rasierte“ – natürlich im Anzug. Und um unzählige Baby Busenfreundinnen war’s geschehen …


Wer ist eure absolute Ikone, wenn es um Mode geht? Wessen Style feiert ihr am meisten? Verratet es uns in den Kommentaren!


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