Gay Baking & Queer Cooking

Spritziger Frühlingscrush: Der Spargelsalat

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Zeit für eine neue Folge Queer Cooking. Diese steht heute im Zeichen des Frühlings und der damit wiederkehrenden Leichtigkeit des Seins. In diesen Tagen lässt sich doch einiges Interessantes beobachten, wenn sie wieder länger sind, die Sonne wärmer wird und Vögel rumzwitschern. Da recken sich plötzlich viele Nasen gen Himmel, Augen zu:

Die Vitamin D – Serotonin Party läuft an.

In Zeiten abseits einer weltweiten Pandemie führen diese Frühlingswochen auch endlich wieder zum vermehrten Aufenthalt außerhalb der eigenen vier Wände. Dieser regelrechte Energieschub an Leben hinterlässt auch manchmal Spuren in unserer Gefühlswelt. Wer hat sich in dieser Jahreszeit nicht schon mal in eine andere Person verguckt? Bei meinem ersten Crush auf ein Mädchen* war das jedenfalls so. Als solchen registrieren konnte ich ihn damals zwar nicht. Das sollte noch zwei Jahre dauern, bis mir bei diesem Thema etwas Größeres dämmern würde. Ich war knapp 16 und sie drei Klassenstufen über mir. Wir waren zusammen in der gleichen AG und freundeten uns an.

Sie war wirklich die schönste Person, die ich kannte.

Und natürlich absolut unerreichbar. Ob du dir selbst nun deiner frischen Frühlingsgefühle bewusst bist oder nicht, alles ist ganz plötzlich irgendwie super aufregend. Da ist Energie, die in den Monaten zuvor scheinbar nicht vorhanden war. Das eigene Handeln -off- oder online- wird hundertfach überdacht und führt mitunter auch gerne mal zu komischen Verhaltensweisen. Jede -wirklich jede- Kommunikation mit dieser Person wird mehrfachinterpretiert und hinterfragt. Auf einmal sind da auch noch nie dagewesene Sportanwandlungen. Ist ja auch gutes Wetter. „Und ich fand Joggen eigentlich auch schon immer toll“. Ahja. So ein kleiner Rausch an Hormonen, egal ob Teenager*in oder Generation Boomer, fühlt sich irgendwie doch immer ähnlich an oder nicht? Schwärmen ist eine großartige Sache. Da steckt so viel Vision und Hoffnung drin, dass irgendwie alles möglich erscheint. In meinem Fall war da zwar nicht so viel möglich.

Mein Crush blieb geheim.

Jedenfalls offiziell und damals auch für mich, ich war ja schließlich „straight“, wie alle anderen. Ganz freundschaftlich war das. Eben genau so „freundschaftlich“ und meine Gefühle so unoffensichtlich, dass sich sie sich letztlich zurückzog, weil ihr das Verhältnis „zu eng“ wurde. Das war natürlich bitter und ich verstand überhaupt nicht, wo das Problem zu liegen schien. Ich schob es einfach mal auf den Altersunterschied. Unabhängig des persönlichen Ausgangs dieser Frühlingswochen kann ich jedenfalls feststellen, wie beflügelnd diese Jahreszeit sein kann. Eine schöne selbsterfüllende Prophezeiung, à la es ist wieder heller, die Leute sind draußen, das Leben erwacht, warum nicht auch mal wieder jemanden toll finden? Und hat ja noch keine*r gesagt, dass so ein Frühlingscrush nicht auch zu mehr führen kann. Wer weiß, was in diesem Jahr noch alles passiert.

Zu so viel „jugendlicher Leichtigkeit“ eignet sich ganz hervorragend im Zeichen der Saison ein leichter pinker Spargelsalat!

Hattet ihr auch schon einen Frühlingscrush? Wie esst ihr gerne euren Spargel? Leave a comment down here and a Tag on insta #franzicookswithus.

Lasst es euch schmecken!

Eure
franzi cooks

Franzi Cooks Queer Cooking

Pinker Spargelsalat

Rezept Vorspeise für 3 Personen

Spritziger Fruehlingscrush - Der Spargelsalat Queer Cooking mit franzi cooks 2
  • 500g grüner/weißer Spargel
  • 1 Orange
  • 1 pinke Grapefruit
  • Agavendicksaft
  • Eine Hand voll Nüsse
  • Ein paar Radieschen
  • Ein bisschen Kresse

Für das Bärlauchpesto

  • 1 Bund Bärlauch
  • Olivenöl
  • Orangensaft
  • Prise Zimt, Salz, Pfeffer
  • Bund Glattpetersilie
  1. Spargel waschen und die hölzernen Enden abschneiden (den weißen Spargel auch dringend schälen). Orange und Grapefruit filetieren. Dazu die Schale abschneiden, sodass das Fruchtfleisch zu sehen ist. Das Messer eng an die weißen „Trennwände“ anlegen und die einzelnen Filets herausschneiden. Den Rest der Frucht für den Saft  ausdrücken. Radieschen raspeln und mit etwas Wasser, Salz und eine Prise Zucker kurz „einlegen“. 
  2. Bärlauchpesto in einem Mixer zubereiten. Dazu Olivenöl, das Bund Bärlauch, einen Schuss Orangensaft, Zimt, Pfeffer, Salz geben und dann Mix it baby
  3. Nüsse kleinhacken und anrösten. 
  4. Spargel entweder kurz im kochenden Wassertopf blanchieren oder in der Pfanne mit ein bisschen Wasser ca. 2 Minuten andünsten, bis die Spargelstangen kurz vor bissfest sind. Achtung, der weiße Spargel braucht hier vermutlich etwas länger als der grüne. Anschließend das Wasser abgießen, wenn es noch nicht verdampft sein sollte. 
  5. Öl in die heiße Pfanne geben und den nun schon fast garen Spargel kurz scharf anbraten. 2 Löffel Pesto dazu, einen Teil der filetierten Orangen und Grapefruit plus Restsaft. Ein bisschen Agavendicksaft für etwas Süße.
  6. Spargel abschmecken und servieren. Mit Restpesto bestreichen. Radieschen und Kresse, Grapefruit und Orangen garnieren. Nüsse oben drauf. Fertig.

Special Queertipps:

Für den besonderen Geschmacksboom: einige Kapern mit anbraten oder zum Schluss auf den Salat geben. Das treibt den Spannungsbogen garantiert nach oben. Nur zu empfehlen! 

Spritziger Fruehlingscrush - Der Spargelsalat Queer Cooking mit franzi cooks 4

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Fotoquelle: Franzi Cooks

8 comments

  1. Einfach so geschrieben, dass man sehr neugierig wird mehr zu lesen!
    Spargel mit Grapefruit, klingt nicht mehr so schüchtern, wie zuvor! Hört sich wirklich gut an und sieht auch gut aus! Kapern hab ich sogar noch daheim, sag mal, für einen der die Dinger nicht mag… Salzige Alternative!?

    1. Mh ja Kapern sind so ne Sache. Darsn scheiden sich die Gemüter. Alternativ können die Nüsse zB richtig gesalzen werden, das habe ich wegen der Kapern nicht getan, sondern sie nur geröstet. Aber salty Peanuts oder Macadamianüsse? Dann hast du beides in einem 🙂

  2. Sieht super lecker aus! Und auch das Video ist sehr gut gemacht. Wow! Was ich auch letztens ausprobiert habe, war Spargel aus dem Ofen: Man macht eine Portion Spargel in ein Päckchen aus doppelter Alufolie, dann noch etwas Butter, Salz und Rohrzucker dazu, Päckchen verschließen und für 20 bis 30 Minuten in den Ofen. Schmeckt mega gut. Am besten gleich mehrere Päckchen gleichzeitig zubereiten 😉

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