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Ok, krass!

Streitigkeiten in lesbischen Beziehungen Teil 1: die gemeinsame Wohnung!

Partnerschaften verlangen Kompromisse, soviel ist bekannt. In so manchem Falle allerdings wird die Suche nach einer Übereinkunft zu einer grotesken Art der kritischen Hinterfragung einer ganzen Beziehung. Welch kuriose Uneinigkeiten zeitweise herrschen können und warum man Kleinigkeiten oft viel zu viel Gewicht beimisst, das klären wir jetzt – in „Busenfreundin – das Magazin“. Den Start der Reihe macht das Lieblingsthema der Lesben: das gemeinsame Wohnen!

Kürzlich haben meine Freundin und ich festgestellt, dass wir unsere Wohnungseinrichtung nicht mögen. Kurios, denn wir haben sie zusammen ausgesucht. Wie kann das sein, wo wir doch beide versucht haben, etwas zu finden, das uns beiden gefällt?
Genau dort liegt die Krux: man geht Kompromisse ein und kauft Dinge, die man so selbst nie gekauft hätte, weil man denkt, dass sie der anderen Person gefallen. Die aber hat vielleicht nur gesagt, dass sie ihr gefallen, weil sie dachte, dass sie euch gefallen.

Tja.. Kommunikation ist so wichtig.

Über Geschmack lässt sich streiten. Worüber aber denn nun genau? Hier kommen ein paar Beispiele!

1. Wohnwand

Deine Freundin ist Typ „Ikea weiß“ und du Typ „Eiche rustikal“, aber in der neuen Wohnung soll es etwas Gemeinsames sein? So ging es meiner Partnerin und mir auch. Unsere Schrankwand sieht ohne Frage klasse aus und, obwohl wir vor dem Kauf miteinander gesprochen hatten, hatten wir einen entscheidenden Fehler begangen: wir wollten, dass die andere sich wohl fühlt und wenn sie schon ihren Stil einschränken muss, dann sollte ihr wenigstens die Wohnwand gefallen. Super eigentlich – wenn wir das nun noch offen kommuniziert hätten. Haben wir aber nicht. Und so nickten wir tapfer, als die Frage aufkam: „Gefällt dir die Wohnwand?“ und gingen beide mit einem Kompromiss nach Hause, der uns nicht voll befriedigte. Bevor ihr also etwas kauft, stellt sicher, das es wirklich allen Beteiligten gefällt.

2. Lampen

Da man aus seinen Fehlern lernt, waren wir, was unsere Lampenwahl angeht, offener und diskussionsfreudiger. Was dazu führte, dass bis heute nackte Glühbirnen unsere Lichtquellen darstellen. Seit 3 Jahren. Schwierig, wenn die eine Hängelampen liebt und die andere Deckenleuchten anbetet. Aber auch dieser Kompromiss, wenngleich er von Besuchern regelmäßig belächelt wird, ist nur fair, denn immerhin gefällt er uns beiden nicht. Man merkt: Auch kein Kompromiss kann ein Kompromiss sein. Und zur Not gibt es ja immer noch Kerzen. Damit ist die Stimmung ja ohnehin besser..

3. Wandbemalung

Das Streichen von Wänden kann eine helle Freude sein – wenn man denn dieselben Farben mag. Aber immerhin gibt es hier gute Möglichkeiten für Kompromisse: Mag die eine Grün und die andere Blau, ist ein schönes Türkis vielleicht genau das Richtige. Bei komplizierteren Kunstwerken, wie diesen tollen, unterschiedlich großen und verschiedenfarbigen Dreiecken, kann das unter Umständen allerdings zu einem Machtkampf werden. Von Wandtattoos mit esoterisch angehauchten Kalendersprüchen fangen wir erst gar nicht an!

4. Ordnung ist das halbe Leben

Auch Grundsatzdiskussionen fehlen in den meisten Beziehungen nicht. Oftmals geht es um die Ordentlichkeit. Als ich beispielsweise das erste Mal die Wohnung meiner Freundin betrat, hatte ich das Gefühl, ein Musterhaus zu betreten. Mit einem Unterschied: es war sauberer und hatte weniger Deko. Ihre Ordnungsliebe gipfelte darin, dass sie meine paar Klamotten von ihrem Sofa nahm und sie anschließend zusammen- und in den Schrank legte. Diesen Sinn für Ordnung kann nicht jeder Mensch teilen. Bist du die Herrscherin über das Chaos und deine Deko wird wahrscheinlich nur von Jahrmarktbuden übertroffen? Dass beides in einem einzigen Haushalt schwierig werden kann, muss wohl nicht explizit erwähnt werden.

Your Partner

vs. you

5. Unten oder oben

Zu den vielen kleinen Diskussionen gesellen natürlich auch Themen, die immens wichtig sind. Jeder kann über Lampen oder die Farbe der Wände diskutieren, aber manche Kompromisse geht man nur einmal ein. So beispielsweise die Auswahl des Stockwerkes!
Sie findet die Erdgeschosswohnung super, du dagegen weißt: die nächste wird wieder eine Wohnung im Dachgeschoss? Lässt du nachts gerne die Fenster offen, aber fühlst dich im Erdgeschoss damit total unwohl? Das ist etwas, was sich nur schlecht miteinander vereinbaren lässt. Manche Dinge sind indiskutabel und mit Emotionen gespickt, die nicht selten an der Schwelle zur Trennung kratzen.

Also, wenn ihr euch bei gewissen Dingen nicht einig werden könnte, denkt daran: manchmal sind auch keine Kompromisse gute Kompromisse. Wichtig ist nur, dass ihr offen darüber sprecht – am Besten, bevor ihr eine Wohnwand kauft. 😉

Worüber streitet ihr euch? Was kommt euch bekannt vor? Oder ist bei euch immer alles ganz easy? Lasst uns gerne eure Kommentare hier!


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Autorin: Debbie

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