Ok, krass!

Was macht Corona mit dem Homo-Liebesleben?

Das öffentliche Leben steht still. Offenbar auch das Leben der Singles, denn seit der Corona-Pandemie ist es für diese Spezies deutlich schwerer zu daten. Covid-19 trifft aber auch Paare mit voller Wucht. Deshalb stellen wir uns bei „Busenfreundin“ die Frage, wie sich Corona auf das Homo-Liebesleben auswirkt.

Machen wir uns nichts vor. Corona hat bereits jetzt Einfluss auf das Liebesleben der Menschen. Während Beziehungen durch die Pandemie auf eine harte Probe gestellt werden, bereiten sich Singles darauf vor, als einsame Crazy Catlady oder dröger Dog-Daddy zu sterben. Keine Festivals, keine Parties und keine Geburtstage, auf denen man einen potenziellen neuen Menschen kennenlernen könnte. Erste Treffen, die einen halben Meter Abstand vom Gegenüber voraussetzen, führen den Grundgedanken des Datings ad absurdum. Oder? 

Offenbar ist Dating auf Distanz gar nicht so widersprüchlich, denn die Nutzungszahlen diverser Dating-Apps wie OkCupid, Tinder und HER steigen deutlich an. Kürzlich schaltete Tinder eine Premium-Funktion kostenlos für alle Nutzer frei, um Singles auf der ganzen Welt miteinander zu vernetzen. „Ich nutze Tinder öfter als vor den Kontakteinschränkungen“, berichtet Busenfreundin Jenny, die gerade virtuell eine Frau trifft, und ergänzt: „Die Nachrichten werden länger, die Gespräche tiefgründiger. Mein Eindruck ist, dass nach einem Match schneller reagiert wird als vorher.“

Positiv ist hierbei auch, dass die Suchenden unter Umständen einen weiteren Blick nach rechts und links zulassen – Matches um die Ecke waren gestern, jetzt wird der Radius erweitert, Langeweile regelt! Dabei fallen dem ein oder anderen vielleicht Menschen auf, die das perfekte Match bilden, auch wenn sie 20km weiter weg wohnen – ist momentan eh egal, raus kommt ja keiner.

Dating auf Distanz

Tja, willkommen im Jahr des digitalen Isolationsdatings. Wie bei allem gibt es bei dieser Dating-Form Vor- und Nachteile. Die Vorteile des Single-Daseins während der Corona-Zeit sind schnell aufgezählt. Zu den Gewinnern zählen Lieferdienst, Jogginghose und Netflix (Vorsicht: Letzteres könnte auf Dauer zu einem Nachteil ausarten). Ein weiterer Vorteil besteht darin, dem sogenannten „Homo-Fomo“ nicht zu erliegen. Grund: Alle Singles sind gleichzeitig gefangen. 

Partnersuche während Corona: Online Dating Next Level

Doch was passiert, wenn sich zwei Menschen zum Live-Online-Date treffen? „Bei mir hat es gut geklappt. Wir haben uns via Whatsapp-Video zusammengeschaltet und hatten direkt viel zu reden“, berichtet Jenny.  Dass das erste Date via Videokonferenz ein Treffen im Reallife nicht ersetzen kann, macht Jenny dennoch deutlich. Ihr Date markiert den Idealfall eines erfolgreichen virtuellen Treffens in Zeiten von Corona. Dennoch hat so eine Live-Schalte auch seine Schattenseiten. „Window-Color“ an den Fenstern, 200 Kanarienvögel im Hintergrund oder eine durchs Bild huschende Mutter können beispielsweise ernstzunehmende Zweifel an weiteren Dates auslösen.  Grundsätzlich sollte man bei Online-Verabredungen vorsichtig sein. Tipp: Stellt bei dem ersten Webcam-Treffen euren Laptop oder euer Smartphone so auf, dass keine Straßen oder Wohngegenden zu erkennen sind. Nicht umsonst liegen die Worte “Date” und “Datenschutz” so nah aneinander.
Falls ihr in den ersten Sekunden merkt, dass eine Zukunft in der realen Welt ausgeschlossen ist, empfehlen wir die „schlechte Verbindung“ ganz einfach mit einem „Freeze“ zu beenden. Bewegt euch und erstarrt wieder zu einer Salzsäule, sprecht abgehackt und simuliert damit WLAN-Probleme.*

*Das war natürlich ein Scherz. Ihr könnt auch direkt die Hauptstromleitung kappen oder euren Laptop aus dem Fenster werfen.

Wer per se keine Lust auf Dating hat, dem helfen zur Überbrückung der aktuellen Zeit „Stay at Home“-Produkte wie Netflix, Online-Magazine wie „Busenfreundin – das Magazin“, Podcasts , Spotify-Playlists oder Kultur-Plattformen wie Dringeblieben.de. Sportliche Aktivitäten und eine gesunde Ernährung sind wichtig, um auch psychisch die Social Distancing-Phase ohne Hospitalismus-Symptome zu überstehen. 

Das gilt auch für Paare, die momentan dauerhaft aufeinander hocken.

Nonstop-Love – Pärchen in Quarantäne!

„In einer großen Wohnung geht es“, berichtet die mit ihrer Freundin in einer Wohnung lebende Dani, „aber es zerrt teilweise ganz schön an den Nerven. 24/7 zu Hause zu sein und nicht arbeiten gehen zu können macht uns beide unzufrieden. Da knallt es dann schon mal eher als sonst.“.

Dabei hat die Zeit zu Hause eigentlich Potenzial: Zusammenlebende Paare bemerken unter Umständen neue Seiten aneinander, entdecken neue Hobbies oder finden endlich mal wieder mehr Zeit für Nähe. Neben Brettspielen, Playstation und Puzzlen entdecken die ein oder anderen wieder alte “The L Word”-Folgen, um sich zu fragen, wie man sich das antun konnte.

Corona-To-Dos für Paare

Auch Gespräche bekommen eine neue Chance. Ist der Alltag eingekehrt, fehlen vielen Paaren zunehmend die Worte: Es geht um Termine, Erledigungen, Tiere oder Kinder – die für Paare wichtige Zweisamkeit bleibt dabei oft auf der Strecke. Jetzt, wo der Virus uns alle zwingt, die eigenen vier Wände neu kennenzulernen, kann Kommunikation auf eine neue, tiefergehende Ebene gehoben werden – auch die Non-Verbale! Eins ist dabei sicher: Für den Corona-“Baby-Boom” seid ihr dann nicht verantwortlich.

Wer des “Redens” schnell überdrüssig wird, kann sich auch im Innenraum sportlich betätigen: Yoga-Kurse oder Fitness-Stunden werden jetzt – wer hätte das gedacht – auch online angeboten! Wer darauf keine Lust hat, kann immer noch die Ausrede eines “geschlossenen Fitnessstudios” heranziehen.

Abstand halten. Für immer?

Was aber, wenn Paare während dieser Zeit merken, dass es nicht passt? Nähe non-stop birgt auch Gefahren in sich. Die Zeit mit dem Partner kehrt unter Umständen Seiten nach außen, die man bis dato nicht kannte. Der Lagerkoller zieht Gereiztheit nach sich, Diskussionen und Streit werden vermehrt genervt ausgetragen, Türen knallen und Stille beherrschen die Wohnung. Gerade Paare, bei denen es bereits vor der Pandemie kriselte, merken jetzt, an welchem Punkt sie miteinander stehen. 

Um eine endgültige Eskalation und Trennung, die man vielleicht bereut, zu vermeiden, kann man sich vorsorglich einige deeskalierende Maßnahmen ausdenken: Getrennte Räume als Rückzugsort beispielsweise, ein „Safe-Word“ um Streit abzubrechen (alternativ auch den bekannten Mechanismus des “Schweigefuchses”). Auch ein tägliches Gespräch, in dem man sich sagt, was man am anderen liebt und Spaziergänge halten die Laune oberhalb der kritischen Grenze – Sonne tut gut und sorgt für Dopamin und Serotonin-Ausschüttung, zwei Botenstoffe, die für unseren Wohlfühl-Flow zuständig sind.

Merkt ihr trotz all dieser Dinge, dass ihr euch nicht mehr viel zu sagen habt, bleibt nur ein klärendes Gespräch. Seid euch allerdings bei allem darüber im Klaren, dass während der coronalen Apokalypse ein Auszug schwierig wird, je nach Bundesland sogar unmöglich. Ihr solltet also vorher genaustens überlegen, wie ihr euer Zusammenleben dann weiterhin gestaltet. Psychologen raten gar dazu, eine Trennung bis auf Weiteres zu verschieben – zu groß seien die Auswirkungen des Social Distancing auf Beziehungen, als dass man rationale Entscheidungen treffen könne. Ob das für euch stimmt, bleibt euch überlassen, sollte aber nicht komplett außer Acht gelassen werden.

Die Covid-19-Pandemie hat somit auf Singles ebenso Auswirkungen wie auf Paare. Damit euch also die Decke bei dem ganzen Theater nicht auf den Kopf fällt, macht es wie Shakespeare und sucht euch eine Rolle aus, die so richtig Spaß macht!

Wie geht ihr denn zurzeit mit der Situation um? Schreibt uns gerne eure Erfahrungen und Erlebnisse in die Kommentare!


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